Wer in der Automobilindustrie ein neues Bauteil von der ersten Skizze bis zur Serie bringen will, verliert oder gewinnt das Projekt nicht in der Werkstatt – sondern im CAD. Genau dort setzt unsere CATIA V5 Designentwicklung als Automotive Dienstleister an: Wir liefern OEM-konforme Datenmodelle, saubere Class-A-Flächen und durchgängige Stücklisten, mit denen unsere Kunden ihren Zeitplan halten – egal, ob das Bauteil später in München, Wolfsburg, Shanghai oder Spartanburg gefertigt wird.

In diesem Beitrag erklären wir, warum CATIA V5 im Jahr 2026 immer noch das Rückgrat der OEM-CAD-Welt ist, was eine professionelle Designentwicklung von einer reinen Konstruktionsleistung unterscheidet – und woran Sie einen verlässlichen Engineering-Partner erkennen.

Vom Scan zum freigabefähigen Datenmodell – ein Blick in unseren Arbeitsalltag

Das Bild oben zeigt einen typischen Tag in unserem Münchner Engineering-Büro. Auf dem linken Monitor liegt ein 3D-Scan eines bestehenden Bauteils – polygonale Mesh-Daten, wie sie aus Streifenlicht- oder Laserscannern kommen. Solche Scans sind für eine Serienfreigabe nicht verwendbar: Sie haben keine Konstruktionshistorie, keine parametrischen Features, keine Toleranzangaben. Auf dem rechten Monitor entsteht parallel das saubere CATIA-V5-Modell: rekonstruierte Flächen, parametrische Skizzen, Bauteilstruktur, PMI-Anbindungen.

Genau dieser Schritt – von der Geometrie-Punktwolke zum produktionsreifen CATIA-V5-Modell – ist eine der wertvollsten Leistungen, die ein erfahrener Automotive-Dienstleister bringt. Typische Auslöser dafür sind:

  • ein Bestandsbauteil ohne CAD-Daten, das überarbeitet oder nachgefertigt werden soll
  • ein Karosserie- oder Interieur-Bauteil aus Clay- oder Hardmodell, das in den Strak überführt werden muss
  • ein Wettbewerbs-Benchmark, dessen Geometrie für Bauraum- und Funktionsstudien dokumentiert wird
  • die Qualitätssicherung von Lieferanten-Mustern, bei der das gemessene Ist gegen das CAD-Soll geprüft wird

Warum CATIA V5 auch 2026 das Maß der Dinge ist

Die meisten europäischen OEMs – darunter BMW, Audi, Porsche, Mercedes-Benz, Stellantis und PSA – arbeiten in ihrer Entwicklungs- und Lieferantenkette nach wie vor primär mit CATIA V5. Selbst dort, wo die hauseigene Entwicklung bereits in Richtung CATIA 3DEXPERIENCE oder NX migriert, bleibt V5 in den nächsten Jahren der gemeinsame Datenstandard mit Tier-1- und Tier-2-Zulieferern.

Für Sie als Zulieferer oder Entwicklungspartner bedeutet das ganz konkret:

  • Datenaustausch im CATPart-, CATProduct-, CATDrawing-Format ist Pflicht – nicht STEP oder IGES.
  • OEM-spezifische Methodik-Vorgaben (z. B. BMW PEP, VW KVS, Mercedes MBN) sind nur in CATIA V5 sauber abbildbar.
  • Class-A-Flächen für sichtbare Karosserie- und Interieur-Bauteile entstehen weiterhin in ICEM Shape Design – nativ in V5.

Wer ohne diese Werkzeuge antritt, scheitert spätestens am ersten Datenabgleich mit dem Kunden. Genau hier setzt eine spezialisierte Designentwicklung als Automotive Dienstleister an.

Was „Designentwicklung“ als Dienstleistung wirklich bedeutet

„Designentwicklung“ wird in vielen Stellenausschreibungen mit „CAD-Konstruktion“ gleichgesetzt. Das greift deutlich zu kurz. Eine vollwertige Designentwicklung umfasst aus unserer Sicht fünf Disziplinen, die alle in CATIA V5 zusammenlaufen:

1. Konzeptphase und Bauraumstudie

Bevor die erste Fläche gezogen wird, prüfen wir gemeinsam mit dem Kunden den Bauraum im Gesamtfahrzeug, definieren Schnittstellen zu Nachbarbauteilen und identifizieren kritische Toleranzketten. Ergebnis: eine belastbare Konzept-DMU (Digital Mock-Up), mit der das Projekt in den Lenkungskreis gehen kann.

2. Class-A-Flächenmodellierung

Sichtbare Bauteile – Stoßfänger, Zierleisten, Innenraum-Blenden, Leuchten-Lichtscheiben – verlangen Strak-Qualität. Wir entwickeln Class-A-Flächen mit ICEM Shape Design oder im Generative Shape Design (GSD), bauen die Fortsetzungs- und Krümmungsbedingungen sauber auf und liefern Daten, die direkt in den OEM-Strak einfließen können.

3. B-Flächen, Anbindungen, Funktionsgeometrie

Hier entstehen Rippen, Schraubdome, Clip-Geometrien, Dichtflächen und alle funktionsrelevanten Features – fertigungsgerecht ausgelegt für Spritzguss, RTM, SMC oder Carbon-Prepreg. Genau an dieser Stelle wird entschieden, ob ein Bauteil später wirtschaftlich produzierbar ist.

4. Werkzeugauslegung und Spritzguss-Validierung

Wir denken Bauteil und Werkzeug gemeinsam. Entformungsschrägen, Trennebenen, Schieber- und Auswerferpositionen werden parametrisch im CATIA-Modell hinterlegt. Das spart in der Werkzeugkonstruktion mehrere Iterationsschleifen – ein direkter Hebel für Ihr Time-to-Market und Ihre Werkzeugkosten.

5. A-, B-, C-Muster-Begleitung bis SOP

Designentwicklung endet nicht mit dem Datenfreeze. Wir begleiten die Bauteilreife über A-Muster (Funktionsmuster), B-Muster (seriennahe Werkzeuge) und C-Muster (Serienwerkzeug) und passen die Daten nach jeder Erprobungsschleife – bis zum Start of Production.

Sechs Vorteile, die ein externer CATIA-V5-Dienstleister bringt

Eine eigene Konstruktionsabteilung aufzubauen ist teuer, langsam und in Bayern aktuell schlicht am Personalmarkt vorbei. Ein eingespielter Engineering-Partner liefert sofort:

  1. Skalierbare Kapazität – wir fahren bei Lastspitzen 2 bis 8 Konstrukteure parallel hoch, ohne dass Sie einstellen müssen.
  2. Methodik-Erfahrung – über 10 Jahre in OEM-Projekten, von BMW über Audi bis chinesische New-Energy-Hersteller.
  3. Werkstoff- und Verfahrenskompetenz – speziell für CFK, GFK, technische Kunststoffe und Druckguss-Aluminium.
  4. Kostentransparenz – feste Tagessätze oder Festpreis-Pakete pro Bauteil-Iteration.
  5. Schnittstelle zur Beschaffung – wir entwickeln Bauteile, die unsere Teilebeschaffung in Asien direkt beauftragen kann. Kein Bruch zwischen Konstruktion und Sourcing.
  6. Eskalationsfähigkeit – wenn ein Lieferant in Verzug gerät, gehen wir mit unserem Projektmanagement sofort in den Task-Force-Modus.

Typische Projekte, die wir in CATIA V5 abwickeln

  • Beleuchtete Exterieur- und Interieur-Bauteile (illuminierte Zierleisten, beleuchtete Embleme, Ambientelicht-Trägerteile)
  • Carbon-Sichtteile für Performance-Modelle und Sondermodelle
  • Strukturkomponenten aus SMC, RTM und Organoblech
  • Anbauteile aus technischem Kunststoff (PA6 GF, PC/ABS, ABS galvanisiert)
  • Gussteile aus Aluminium-Druckguss, inklusive Topologieoptimierung
  • Komplette Modulpakete in Zusammenarbeit mit unseren OEM-Kunden

In jedem dieser Projekte liefern wir saubere CATIA-V5-Daten – inklusive Stückliste, Zeichnungsableitung nach DIN/ISO und 3DLevel-PMI.

Warum SGS Schach Global Solutions?

Wir sind kein klassisches Konstruktionsbüro, sondern ein integrierter Automotive-Partner mit drei eng verzahnten Bausteinen: Designentwicklung, Projektmanagement und globaler Teilebeschaffung. Der Vorteil für Sie: Das Bauteil, das wir heute in CATIA V5 entwickeln, können wir morgen direkt in unserem asiatischen Lieferantennetzwerk auf die Werkzeugfreigabe schicken – ohne Reibungsverluste zwischen Engineering und Einkauf.

Unser Team in München arbeitet täglich mit den Methodik-Vorgaben großer deutscher OEMs und kennt die Anforderungen an Datenqualität, Reifegrade und Freigabeprozesse aus eigener Projekterfahrung. Mehr zu unserem Leistungsumfang erfahren Sie auf der Seite Designentwicklung und Produktentwicklung.

FAQ – Häufige Fragen zur CATIA V5 Designentwicklung

Welche CATIA-V5-Releases unterstützt SGS?
Wir arbeiten produktiv mit den Releases R29, R30 und R31 sowie auf Wunsch in OEM-spezifischen Lizenzumgebungen über VPN.

Können Sie auch reine Datenkonvertierungen oder Strak-Reparaturen übernehmen?
Ja. Wir bereinigen importierte STEP- oder IGES-Daten, schließen Flächenlücken und machen Modelle Class-A-fähig.

Wie übergeben Sie die Daten an unser PDM/PLM-System?
Wir liefern in CATPart, CATProduct, CATDrawing und – wo gefordert – in 3DXML, JT oder STEP AP242. Auf Wunsch auch direktes Einchecken in TeamCenter, Windchill oder ENOVIA.

Wie sieht die Vertraulichkeit bei laufenden Projekten aus?
Standardmäßig arbeiten wir unter NDA. Bei sensiblen Vorentwicklungsprojekten richten wir auf Wunsch separate, isolierte Projektumgebungen ein.

Was kostet eine CATIA V5 Designentwicklung typischerweise?
Eine erste belastbare Aufwandschätzung erstellen wir nach einem 30-minütigen Sondierungsgespräch. Eine Übersicht zur Preislogik finden Sie auf unserer Seite Preise.

Fazit: Designentwicklung ist Hebel, nicht Beiwerk

CATIA V5 ist 2026 mehr als ein CAD-Tool – es ist die gemeinsame Sprache zwischen OEM, Tier-1 und Tier-2. Wer hier als Zulieferer oder Entwicklungspartner sauber liefert, gewinnt an Geschwindigkeit, Kostensicherheit und Vertrauen. Genau das ist der Anspruch unserer Designentwicklung.

Sie haben ein Bauteil, das schneller in die Serie soll – oder einen Datenstand, der nicht freigabefähig ist?
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. In einem ersten Gespräch klären wir Reifegrad, Bauraum und Zielkosten – und zeigen, wie wir Ihr Projekt in CATIA V5 nach vorn bringen.